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Warum hast du dich selbstständig gemacht?

Los geht’s! muddanatur.design in neuem Glanz
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Besuche MuddaNaturDesign auf der FairFriends 2018
29. August 2018
 

"Plastik-Import-Kacke"

 
 
Ich war, wie die meisten, natürlich nicht immer selbstständig. Angestellt in einer Werbeagentur, habe ich für Hinz und Kunz und ihre Plastik-Import-Kacke geworben. An und für sich schon ein unbefriedigender Zustand, angesichts dessen, dass sich mein Leben mit der Geburt meines heute 10-jährigen Sohnes zu einem nachhaltigen Lebensstil gewandelt hatte.
 
 

"Zweites Kind – doppelter Stress"

Zweites Kind, doppelter Stress. Der Druck wurde immer größer. Geld mitverdienen – denn wir wollten ein Haus im Grünen bauen – morgens ab 7 Uhr hatte der Kindergarten geöffnet. Niemand hätte es jeden Tag pünktlich um 8 Uhr an den 35 km entfernten Arbeitsplatz geschafft. Nicht nur, dass man einem 2 und 4-jährigen Kind nicht garantiert innerhalb von 5 Minuten Tschüss sagen kann, nein, der Winter und unzählige Unfälle trugen immer wieder dazu bei, dass mich mein Chef mich schon morgens nicht mehr leiden konnte. Null Verständnis seinerseits, denn er hatte scheinbar nie etwas mit der Organisation in einer Familie zu tun. Frauensache. Ich habe unaufgefordert alle Fehlzeiten nachgeholt, sodass ich oft nur knapp bis 15 Uhr am Kindergarten war, um die beiden Mäuse abzuholen.
Dass ich den Job überhaupt hatte, grenzt nahezu an ein Wunder, denn Frauen im „gebärfähigen“ Alter wurden zu der Zeit in der Kreativbranche immer unbeliebter, wie es mir nach zahlreichen Bewerbungsgesprächen schien. Glücklicherweise lässt sich hier aktuell eine Kehrtwende erkennen. Das Haus stand. Mit eigenen Händen, im Schweiße unseres Angesichts bauten wir das Haus mit Hilfe der Familie selbst aus. Eine extreme Zeit. Überglücklich über die Veränderung, überanstrengt durch die drei Aufgaben „Job, Hausbau und Kinder“ steuerten wir auf ein chilliges neues Leben zu. Pustekuchen.
 
Nun ja, zunächst sollte mein damaliger Chef Recht behalten, unser drittes Kind war unterwegs. Gewollt. Er ließ sich nicht viel anmerken, bis auf die zweiwöchigen Abmahnungen, wegen derer er mich versuchte vor die Tür zu setzen. Doch ich hatte mich in die Elternzeit gerettet. Die stressige Zeit muss doch nun ein Ende haben. Mindestens ein Jahr sich nur noch um die Kinder und möglicherweise sogar mal um mich kümmern. Geil!
Klein Ida war geboren – Geburtshaus, Traumgeburt, Baby mit Glückshaube (google mal, ist was ganz besonderes ;-)) – alles schien so perfekt. Eine Woche verging und ich öffnete einen Brief von meinem Arbeitgeber. „Fristlose Kündigung!“ Bäm, in die Fresse. Ich brach sofort zusammen, natürlich hatte mein Mann den Brief mit der Ankündigung der Elternzeit abgeschickt, natürlich hatte ich oft in der Firma darüber gesprochen. Wie konnte er es wagen, mir zu unterstellen, ich hätte die Elternzeit nicht eingereicht? Aber so war es nun, Existenzängste hin oder her, klein Ida wollte in Ruhe gestillt werden. Der Gerichtsprozess kam, denn auf mir sitzen lassen konnte ich das nicht und Visa Vie traute er sich kaum mir in die Augen zu schauen.
"Nie wieder in diesem **cking System arbeiten"
Ha, die Gerechtigkeit hat gesiegt und ich bekam eine Abfindung. Das war jedoch noch nicht der direkte Anstoß für meine Selbstständigkeit. Dieser Teil meines Lebens sorgte erstmal nur für die nötige Motivation, nie wieder in diesem **cking System arbeiten zu wollen! Ohnehin beschloss ich erst die Elternzeit zu genießen und mir danach wieder Gedanken um den Job zu machen. Wären da nur nicht so nervige Freunde, die trotz der Auszeit fragen, ob ich was für sie gestalten könnte. Auf Honorarbasis, kein Problem. „Hier-und-da-mal-was" erreichte irgendwann die steuerfreie Grenze, als ich gefragt wurde, warum ich mich denn nicht damit selbstständig mache! "Mh! Warum eigentlich nicht, kann ja nicht so schwer sein“ dachte ich in meinem naiven Leichtsinn. „Wenn dann aber so, dass ich mich auch mit meinem Businesskonzept identifizieren kann – das muss ganz ICH sein.“ Und das wurde es. MuddaNaturDesign. Inzwischen war meine Jüngste 1,5 Jahre alt. Sie turnte auf meinem Schoss und spielte zu meinen Füßen, als ich die wenigen ersten Stunden selbstständig tätig war. Und egal wie hart es auch jetzt schon zwischendurch war, ich will nie wieder zurück in mein altes unterdrücktes Leben. Ich fühle mich mit dieser Selbstständigkeit befreit.
"Ich fühle mich mit dieser Selbstständigkeit befreit."
Ohne meine Familie und Freunde hätte ich diesen Schritt nicht gewagt. Ich bin dankbar, dass so viele lieben Menschen hinter mir stehen. DANKE!
screenshot#zeigdeinbusiness
Vielen Dank

Vielen Dank an Stefanie vom webdesignbüro, die mich über ihre Instagram-Challenge überhaupt erst auf die Idee gebracht hat. Verfolgt meine Story auch in den nächsten Tagen und schaut euch die vielen tollen anderen Mitstreiter des der Challenge #zeigdeinbussiness an!
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